Unser Verein ist bereits über 75 Jahre alt. Hier nun können Sie die Entstehungsgeschichte sowie den Verlauf des Vereinslebens über die Jahre verfolgen.

20. Juli 1927 Gründung des Wilhelmshavener Kanu-Klub 1927 e.V. ( kurz WKK ) in der Gaststätte "Banter Hafen"
August 1927 Das erste Bootshaus entsteht in einem gemieteten Lagerschuppen der Firma Wrihala
Oktober 1927 Das erste Abpaddeln mit 10 Booten
1929 Eintragung ins Vereinsregister der Stadt Wilhelmshaven

 

1931 Pachtung des Zeltplatzes Hoheesche bei Reepsholt
1933 Die Mitgliederzahl des WKK steigt auf 100 Mitglieder; ein größeres Gebäude muß her. Pachtung des Vereinsgeländes in Mariensiel
Juli 1934 Großbrand am Hafen Alle Schuppen und auch das Bootshaus des WKK brennen ab. Ein Rückschlag für den WKK: alles Inventar und ein Großteil der Boote verbrennen.
18. Juli 1934 Richtfest des neuen Bootshauses
14. April 1935 Einweihung des modernen Bootshauses
02. Juni 1935 Der erste 10-Canadier wird angeschafft
1938 Politische Ereignisse, idiologische Werte und organisierte Freizeitveranstaltungen behindern in den folgenden Jahren die freie Ausübung des Kanusports.
1939 - 1943 Das Bootshaus wird durch einen Bombentreffen stark beschädigt. Eine zweite Bombe zerstört den noch vorhandenen Rest.

 

1945 Kriegsende: viele kehren nicht zurück oder werden in andere Städte verschlagen.
1948 Pro forma Auflösung des Vereins durch die Allierten. Erneute Einschreibung ins Vereinsregister mit bestehender Satzung. Ein ehemaliger Taucherschuppen wird das neue Bootshaus.

 

1951 Abspaltung einer Mitliedergruppe, die die Wilhelmshavener Kanu-Freunde gründen (kurz WKF).
Februar 1952 Gründung einer Kanu-Regatta-Gemeinschaft mit dem WSV Norden und dem Oldenburger Yacht-Club.
1956 Mit 80 Mitgliedern und 50 Booten ist die Aufnahmemöglichkeit des ehem. Taucherschuppens erreicht und der Wiederaufbau des Bootshauses an der Mariensieler Schleuse wird mit Macht vorangetrieben.
August 1958 In unermüdlichem Einsatz nach der Arbeit und an Wochenenden haben die Kanuten des WKK aus einer alten Baracke der Olympia-Werke ein Bootshaus gebaut. Für ihren beispielhaften Einsatz wurden die ersten Kanuten zu Ehrenmitgliedern ernannt.

 

1959 - 1961 Die Mitgliederzahl wächst auf über 100, im zweiten Bauabschnitt entstehen in Eigenarbeit die heutige Messe und das Turmzimmer. Die folgenden Jahre sind durch sportliche Leistungen im Renn- und Wandersport gekennzeichnet, welche den WKK in den übergeordneten Verbänden und Werteungen immer wieder auf den vorderen Plätzen zeigt. Die Förderung des Breiten- und Rennsports sowie der Jugendarbeit steht im Vordergrund. Dies trägt sehr bald Früchte, die Kilometerleistung des WKK steigen trotz stagnierender Mitgliederzahl ( 1970 - 120 Mitglieder ) bis zu 20.000 km im Jahr.

 

1973 Der WKK richtet den 1. Friesland-Rundkurs als ICF-Wertungsveranstaltung aus.
19. Juli 1976 Das 150. Mitglied wird in den Verein aufgenommen.
20. Juli 1977 Der WKK wird 50 Jahre. Zu diesem Ereignis präsentiert sich der Verein als an Kasse und Mitgliedern gesunde Gemeinschaft, die in der Marschrichtung gefestigt in die Zukunft startet.
August 1977 Der 5. Friesland-Rundkurs startet mit internationaler Beteiligung. Polnische Kanuten bereichern das Teilnehmerfeld und nach den Fahrten werden neue Kontakte geknüpft.
1978 34 Kanuten des WKK treten zum Gegenbesuch in Krakau / Polen an. Ein reichhaltiges sportliches wie auch kulturelles Programm geleitet die Kanuten durch den Besuch.
1979 Aufbau einer Jugendgruppe sowie Gründung einer AG Kanu mit der Schule Bremer Strasse. Mit großem personellem sowie materiellen Aufwand ( teils durch Privatboote ) konnten beide Projekte verwirklicht werden. Die Kilometerleistung des Vereins steigt auf 5200 km.

 

1980 Neue Vereinsboote können ihrer Bestimmung übergeben werden, so dass das paddeln für die Jugendlichen attraktiver wird. Zum zweiten Mal beherbergen wir polnische Kanuten. Bei einer Besichtigung der Jever-Brauerei wurden vom Braumeister pro Person 13 Liter Freibier zugestanden.
1981 Die Kilometerleistung steigt sprunghaft auf über 56.000 km. Erwachsene wie Jugendliche bevölkern die Gewässer in näherer sowie frener Umgebung. Im Winter wird den Kanuten in Lehrgängen der richtige Umgang mit der Natur sowie im Hallenbad die richtigen Techniken beim Ein- und Aussteigen ( am Ufer sowie im Wasser ) sowie das Eskimotieren vermittelt.
1982 Die Jugendgruppe fährt zu den Kanu-Jugend-Spielen des Bezirks Weser-Ems und belegt dank der guten Vorbereitung und Ausbildung auf anhieb den 1. Platz. Die internationalen Kontakte können weiter ausgebaut werden, eine Abordnung kanadischer Sportler von einer Fregatte kann im Bootshaus begrüßt werden. Der 10. Friesland-Rundkurs startet mit 380 Kanuten. Dieser Andrang konnte nur mit viel Hilfe unserer Vereinskameraden sowie vieler Helfer von gemeinnützigen Organisationen sowie öffentlicher Ämter bewältigt werden.
1983 Die Kilometerleistung des WKK steigt auf knapp 65.000 km. Eine Leistung die weder der WKK noch sonst ein Verein im Bezirk Weser-Ems bis heute übertreffen konnte.
1984 Bei den Kanu-Jugend-Spielen des Bezirks Weser-Ems erreicht die Jugendgruppe einen hervorragenden 2. Platz
1986 Zum sportlichen heißt es auch immer wieder Bootshaus. Das, was unsere Vorgänger geschaffen und erbaut haben, ist zu erhalten. In diesem Jahr bekommen wir für unser Bootshaus neue Fenster und eine neue Heizungsanlage
1988 Eine Wandergruppe wir gegründet, um auch im Winter die Gemeinschaft zu fördern. Ziele sind das Stadtgebiet und die heimische Umgebung.
1989 Der Zeltplatz in Hoheesche kann aus Naturschutzgründen nicht mehr als Wohnwagenstellplatz genutzt werden.

 

1990 Im Jahre 1990 wurden wir durch die Stadt Wilhelmshaven mit einem unerwarteten Bauvorhaben überrascht. Eine neue Kläranlage (biologisches 3Kammersystem) war Pflicht. Auch das haben wir gemeistert, mit viel zusätzlicher Arbeit und einem finanziellen Kraftakt.
1992 Der WKK wird 65 Jahre alt.
1994 Als erster WKK-Kanute erhält Fritz Brüning, das vom Deutschen-Kanu-Verband e.V. neu herausgebrachte Globusabzeichen für 40.000 km (Erdumrundung). Gleichzeitig ist die Verleihung der silbernen Ehrennadel des Deutschen-Kanu-Verbandes e.V. an Bernd Mellenthin hervorzuheben, der zusätzlich die Aufgaben des Bezirkswandersportwartes (Kanu-Bezirk Weser-Ems) wahrnimmt.
1995 Viel zu früh verstarb in diesem Jahr unser Vorsitzender Heinz-Jürgen Böckenkröger am 1. August mit 53 Jahren. 13 Jahre hatte er die Geschicke des Vereins geleitet.
1996 Bernd Mellenthin wurde von der Versammlung zum neuen Vorsitzenden gewählt. Bis auf den Kassenwart bildet sich ein ganz neuer Vorstand. Mit einer langsamen und behutsamen Umstrukturierung unserer Ziele kommt mehr Leben in den Verein. Die freundschaftlichen Bindungen zu den Vereinen PC Stöcken, KF Mainz, SG Welper, WSV Norden und BC Burhafe werden vertieft. Man trifft sich regelmäßig einmal im Jahr. Neue Ziele werden angesteuert. Dazu tragen ganz besonders die neuen Bundesländer bei. Man unternimmt gemeinsame Gepäck-Touren auf der Elbe von Schmilka bis nach Cuxhaven. Mecklenburg-Vorpommern und die Ostsee sind neue beliebte Ferienziele. Auch der Auslandstrend hält an. Die Länder Spanien, Neuseeland und immer wieder Kanada sind neue ferne Gebiete. Im gleichen Jahr erhält unser Turmraum neue isolierverglaste Fenster. Unsere Heizungsanlage wird von Flüssiggas auf Erdgas umgestellt.
1997 Zum 70sten Geburtstag erhält der WKK eine neue Küche. Zu diesem Zweck wurde der große Damenumkleideraum halbiert. Waren es im Jahre 1995 noch 14881 km - so konnten wir die Leistungen zum Ende der Saison auf 30103 km steigern. Margot Brüning erfüllt im Jahre 1997 die Bedingungen für das Globusabzeichen.
1998 Aus Sicherheitsgründen und auch aus finanziellen Gründen musste der Zeltplatz Hoheesche (seit 1928) ganz aufgelöst werden. Sanierung des Bootshausdaches und Umbau der Bootshalle. Herbert Half erhält das Globusabzeichen. Nach 1994 und 1997 ist er das 3. Mitglied, das die Bedingungen für 40.000 km erfüllt.
1999 Der WKK wird Drachenbootstation. Im Monat Mai wird das dem Stadtsportbund Wilhelmshaven gehörende Drachenboot auf den Namen „August Desenz“ getauft und beim WKK stationiert. Eine Vielzahl an Schülerinnen, Schülern und Lehrern wird unter der Leitung von Gerd Nussbaum in den Drachenbootsport eingewiesen. Noch lässt eine schlagkräftige Mannschaft auf sich warten. Der 1. Bootshausgang erhält eine neue Holzdecke. Der Verein wird DKV-Kanu-Station.

 

2000 Die Expo, im Jahre 2000, auch mit dem Außenstandort Wilhelmshaven, ist ein Bestandteil des WKK-Fahrtenprogramms. Viele Kanuten aus nah und fern sind bei uns zu Gast um am bunten "Treiben" der Expo am Meer teilzunehmen. Zum Erlebnispaddeln „Südliche Nordsee“ und zur Sail & Steam ist unser Zeltplatz tagelang ausgelastet.
2001 Zur Vorbereitung des 75. Geburtstages des WKK im Jahre 2002 erhält der 1. Bootshausgang den letzten Feinschliff. Wir bringen ein neues Wanderfahrerabzeichen heraus. Gefordert werden 111 km vom WSV Norden bis zum WKK. Erfolgreiche Kanuten erhalten eine Urkunde mit eingearbeitetem Bildmotiv. Auf Bitten des Stadtsportbundes Wilhelmshaven e. V. haben wir uns schweren Herzens entschlossen, das bei uns liegende Drachenboot „August Desenz“ unserem Nachbarverein, dem WKF, zur sportlichen Nutzung zu übergeben.
2002 Der WKK wird 75.
24. Januar Jahreshauptversammlung im Bootshaus Mariensieler Schleuse. Alle Vorstandsmitglieder stellten sich anlässlich des anstehenden Vereinsgeburtstages und den damit verbundenen Aktivitäten zur Wiederwahl und wurden jeweils einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.
23. Februar Ehrung unserer erfolgreichen Wanderfahrer. Ehrengast: Stellvertretender Vorsitzender Stadtsportbund Wilhelmshaven: Erwin Rietschel
16. März Landes-Kanu-Verband Niedersachsen e.V. Verbandsausschußsitzung. Zu den Höhepunkten zählte der Besuch im Rathaus bei Oberbürgermeister Eberhard Menzel mit der Eintragung in das „Goldene Buch“ der Stadt Wilhelmshaven durch den LKV-Präsidenten Dr. Otto Stumpf.
19. Juli Beginn der Festwoche. 10.30 Uhr Festempfang im Bootshaus.
26. Juli Am 26. Juli startete das Erlebnispaddeln „Südliche Nordsee“ und einen Tag später der „Jubiläumsrundkurs 75 Jahre WKK“ (Frieslandrundkurs über Dangast-Jade-Hafen-WKK). Die abschließende Siegerehrung nahm der Vorsitzende des Sportausschusse der Stadt Wilhelmshaven Holger Barkowsky vor. Alle aktiven Kanuten des WKK, die die Bedingungen für das Wanderfahrerabzeichen des Deutschen-Kanu-Verbandes e.V. erfüllt haben, erreichen von 1952 – 2002 die stolze Kilometerleistung von 511.404 km.
2003 Die Sportsaison 2002 – 2003 war wieder sehr erfolgreich. Die aktiven Mitglieder erpaddelten 31.508 km und belegten somit im Bezirk Weser-Ems einen hervorragenden 3. Platz.
2004 Die Kanuten erreichten 19 Wanderfahrerabzeichen mit insgesamt 36.000 km und belegten im Kanu-Bezirk Weser-Ems den 1. Platz.
2006 Gerd Nussbaum und Bernd Mellenthin erhalten das Globusabzeichen.
2009 Auf der Jahreshauptversammlung findet sich ein neuer Gesamtvorstand, bei der das Ehepaar Dagmar und Detlef Grote in die Geschäftsführung des WKK einsteigen. Auf der Weihnachtsfeier wird Gerd Nussbaum für 20 Jahre Vorstandsarbeit und seiner besonderen Verdienste mit der goldenen Ehrennadel des WKK ausgezeichnet.

 

2010 Die Erhaltung des Bootshauses wird weiter vorangetrieben. Der 1. Gang der Bootshalle bekommt einen neuen Fußboden und das Dach wurde saniert.
2011 Es erfolgt der Einbau einer neuen Heizungsanalge. Im sportlichen Bereich liegt der WKK in der Bezirkswertung Wandersport wieder an erster Stelle. Der Bezirkspokal geht endgültig in den Verein über.
2012 Das Jahr 2012 wird für den WKK eine finanzielle Kraftanstrengung. Er leistet sich einen neuen Bootsanleger aus wasser- und frostbeständigen unverrottbaren Materialien. Somit ist eine Herausholung des Anlegers über die Wintermonate überflüssig und was viel wichtiger ist, die Arbeit zur Überholung mit den explodierenden Kosten entfällt. Die Mitgliederzahl übersteigt wieder die „Hundertmarke“! Johanna Rehwinkel erreicht im gleichen Jahr das Globusabzeichen des DKV mit 40.000 erpaddelten Kilometern. Herzlichen Glückwunsch!
2013 Der Fußboden der Messe wurde isoliert und erneuert, außerdem wurde das alte Tor zum Vereinsgelände durch ein breiteres Rollschiebetor ersetzt. Hier einen besonderen Dank an unseren Sportkameraden Arno Lochmann, der mit seinem Können und seiner Hilfsbereitschaft dem WKK dies erst ermöglichen konnte.